BETREUUNGSABLAUF

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Vorbereitung

Nach einer Platzanfrage und erster telefonischer Abklärung werden gemeinsam mit dem zuweisenden Jugendamt erste Schritte überlegt. Der Jugendliche hat danach die Möglichkeit mehrere Gespräche mit den verantwortlichen Beteiligten zu führen. Gemeinsam mit den verantwortlichen Beteiligten und dem Jugendlichen wird dann eine Entscheidung getroffen.

Während des Hilfeprozesses wird der Jugendliche von einer Fachkraft des Trägers begleitet und unterstützt. Diese kümmert sich während des Aufenthaltes der Auslandsmaßnahme um die Belange des Jugendliche und auch später um Anschlussmaßnahmen nach Beendigung der Hilfe.
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PADAGOGISCHES SETTING

PADAGOGISCHES SETTING


Eine gelungene Eingewöhnung ist für das Wohlbefinden jedes Jugendlichen von großer Bedeutung und eine wichtige Voraussetzung für alle weiteren tragfähigen Beziehungen. Die jungen Menschen müssen Trennungen und Trauer überstehen und neue vertrauensvolle Beziehungen aufbauen.

Eine gute Beziehung zwischen dem Jugendlichen und seinem Betreuer werden durch die fremde Umgebung und die fehlenden Sprachkenntnisse gefördert. Der Jugendliche orientiert sich stärker an den Betreuer und dieser kann das Vertrauen des Jugendlichen schneller gewinnen. Es findet eine engere Orientierung am Pädagogen statt. Durch die Unterbrechung von alten Gewohnheiten sind Verhaltensänderungen viel leichter möglich. Es wird ein sicherer pädagogischer Raum angeboten, der Gewalterfahrung, Drogenmissbrauch, sexueller Missbrauch ausschließt und für die Bedürfnisse der Jugendlichen geeignet ist.

Schon am Beginn wird das individuelle Betreuungssetting ermittelt, dieses ist immer vom jeweiligen Bedarf des Jugendlichen abhängig und wird flexibel gestaltet.

Alltagsstrukturen, Regeln und Kommunikationsnormen werden besprochen. Ziel ist dabei immer die eigenständige Lebensführung, so dass dadurch eine Integration in die Schule und später auch in die Berufswelt gefördert wird.

Danach findet schrittweise eine Einbindung durch Aktivitäten in die neue Umgebung statt. Bewegung in der Natur ist heilsam. Schon ein kurzer Aufenthalt in der Natur senkt den Stress, hebt das Selbstbewusstsein und stärkt sogar messbar das Immunsystem. In der ersten Zeit ist aber eine Reduktion der täglichen Anforderungen (z.B. Schulbefreiung) eine wichtige Maßnahme, um neue Lern- und Erfahrungsfelder für den Jugendlichen zu schaffen.

Im weiteren Verlauf der Hilfe sind folgende Bausteine wichtig:

  • Teilnahme am Leben einer neuen Kultur und Vermeidung von Ausgrenzung.
  • Aktivitäten und Gespräche, die eine vertrauensvolle Beziehung zum Betreuer fördern.
  • Konflikte innerhalb und außerhalb der Betreuungsbeziehung aufarbeiten, Elternarbeit, Anforderungen, an denen der Jugendliche gescheitert ist.
  • Erarbeitung eines Perspektivwechsels. Betrachtung eines alten Problems mit Abstand und in neuer Umgebung.
  • Vorbereitung auf die Zeit danach.
  • Bewusste Entspannung und Auszeit von akuten Krisensituationen.

Die Fachkräfte der Jugendämter werden in den gesamten Hilfeplanprozess kontinuierlich mündlich und schriftlich mit einbezogen. Ausführliche Entwicklungsberichte erfolgen in der Regel halbjährlich. Wir sind jederzeit für die Fachkräfte der Jugendämter erreichbar. Wir unterstützen gerne Besuche von Familienangehörigen, wenn sie von den Jugendlichen erwünscht sind und als sinnvoll erachtet werden.

SCHULE

SCHULE

Das betreute Leben im Ausland und die Herausnahme aus dem deutschen Schulsystem können die Kinder und Jugendlichen dazu motivieren, sich wieder auf ein aktives Lernen einzulassen.

Die Mehrzahl der Jugendlichen zeigen vor Beginn der Hilfe Verhaltensauffälligkeiten und meist spielt auch die Schulverweigerung eine Rolle.

Wenn die Jugendlichen zur Ruhe kommen und Abstand gewinnen ist es oft erstaunlich, wie schnell Defizite abgebaut werden können.

Bei einem entsprechenden Wissensstand wird an die vorhergehende Beschulung angeknüpft und daraus die Vorbereitung auf einen außerschulischen Schulabschluss aufgebaut.

Die Bedeutung eines Schulabschlusses geht einher mit gesellschaftlicher Anerkennung und somit auch einer entsprechenden Berufsfindung. Dies ist elementar für die weitere Entwicklung und auch für die spätere erfolgreiche Wiedereingliederung in Deutschland.

Im Projekt wird jeder Jugendliche gemäß seines Bildungsstandes und seinen Fähigkeiten beschult. Hier können je nach Bedarf alle gängigen Schulabschlüsse erworben werden.

Durch die Fernschule, die Jugendliche im Ausland betreut, kann das Ziel Hauptschulabschluss erreicht werden.

Durch einen Einstufungstest wird der Wissensstand in den einzelnen Fächern ermittelt. Danach werden das Lerntempo und die Lernfähigkeit nochmals besprochen und angepasst. Alle Aufgaben werden über das Internet zugeschickt, die von den Jugendlichen mit einem Betreuer vor Ort bearbeitet und anschließend wieder über das Internet zurückgeschickt werden.

Der Jugendliche steht im ständigen Austausch mit der Schule in Deutschland und den einzelnen Lehrern und bekommt täglich Rückmeldung per E-Mail. So kann der Schüler sein Ziel – einen entsprechenden Schulabschluss – angstfrei und ohne Druck erreichen.

2, Kipselis - 11361 Athen | Griechenland

  • Email: info@paidikaizoi.gr
  • Phone: +30.2108226008
  • Mob: +30.6949808040

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